Gewerkschaft DBV fordert Gehaltserhöhung von 14,5 Prozent und ruft am für Dienstag nach Ostern zum Streik auf


Nach der Lufthansa und der Deutschen Bahn bahnen sich auch im Deutsche-Bank-Konzern härtere Tarifkonflikte mit teils unbefristeten Streiks an. So fordern die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Bankangestellten-Verband (DBV) Gehaltsanhebungen von rund 15 Prozent.

Der DBV, eine Arbeitnehmervertretung für Bankmitarbeiter, hat jetzt die Beschäftigten der Deutsche-Bank-Tochter PCC Services GmbH am Standort Berlin für Dienstag nach Ostern zu einer ganztägigen Arbeitsniederlegung aufgerufen. Das bisherige Gehaltsangebot der Arbeitgeber von plus 6,4 Prozent sei deutlich zu niedrig, hieß es zur Begründung. Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung von 14,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Lebenshaltungskosten stiegen allgemein und gerade in Berlin und anderen Großstädten „exorbitant“. Nur ein stark verbessertes Angebot könne die Inflation der vorherigen zwei Jahre ausgleichen. Zudem sei im Zuge der Migration der Postbank-Kundendaten auf Systeme der Bank hoher zusätzlicher Arbeitsaufwand entstanden.


Verdi droht mit unbefristeten Streiks bei der Postbank


Doch die Streiks könnten sich im Deutsche-Bank-Konzern noch ausweiten. Erst vergangene Woche hatte die Gewerkschaft Verdi zu Warnstreiks bei der Postbank aufgerufen und mit massiven unbefristeten Streiks bei der Deutsche-Bank-Tochter Postbank in den nächsten Wochen gedroht. Die Tarifangebote der Arbeitgeberseite seien „völlig unzureichend“. Die Angebote müssten deutlich nachgebessert werden. Verdi fordert für die 12000 Postbank-Beschäftigten rund 15,5 Prozent mehr Geld. Sollte die nächste Verhandlungsrunde am 16. April keine Annäherung bringen, werde Verdi die Urabstimmung für unbefristete Streiks einleiten. „Die Beschäftigten erwarten langfristige Arbeitsplatzgarantien und eine klare materielle Wertschätzung für ihre Arbeit und die besonderen Belastungen der letzten Monate", sagte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck.